Kategorie-Archiv: Flügelrauschen

Hört – Hört!

Es ist jetzt tatsächlich schon wieder zwei Jahre her, daß ich etliche Schreibende fragte, ob sie denn Lust hätten, sich eine Geschichte auszudenken, die auf einen von mir vorgegebenen Schlußsatz zuläuft und als Besonderheit auch noch jeder ihren/seinen Teil davon zu vertonen. Welch eine Freude, es wollten alle mitmachen und es entstand ein absolut ungewöhnliches Projekt: „Hört – Hört, Geschichte am Feuer“.

Es war für mich eine unglaublich beglückende Erfahrung, eine intensive Zusammenarbeit von Menschen, die sich noch nie begegnet waren und ich habe mich so gefreut darüber, daß jetzt Andreas Glumm seinen wundervollen Teil der Geschichte wieder hervorgekramt und damit an dieses Projekt erinnert hat. Er war damals zwar schreib- aber nicht lesebereit und so musste ich, um an seine Poesie zu kommen, sie selber vorlesen!

War das Projekt erfolgreich, die Geschichte stimmig?

Das soll entscheiden wer will, für mich liegt das größte Glück schon darin, daß es stattfinden durfte, daß wir uns begegnet sind und ein Erzählfaden von Hand zu Hand gereicht wurde.

Vielen Dank nochmal an alle Mitwirkenden, es war so schön mit Euch!

Womöglich hab ich ja mal wieder so eine Idee … dann werde ich mich melden!

„Abschied von den Fröschen“

Mal wieder habe ich mir eine Nacht um die Ohren geschlagen, denn die Filme, die mir wirklich wichtig sind, die mir unter die Haut gehen, mir helfen, zu Sein  und mir den Blick erweitern und sich dadurch weiteste Weiten und Räume auftun, indem ich kleinste Parzellen erforschen darf und Reisen in die Große Unendlichkeit draussen im Weltall und im Inneren Wassertropfen meiner Seele, diese Filme können anscheinend nur dieser Handvoll Verrückter, die in größtmöglicher Einsamkeit nächtens vor den Fernsehern kauern, zugemutet werden!

Seitdem ich  heut Nacht aus dem Film: „Abschied von den Fröschen“ von Ulrich Schamoni wieder auftauchte, bin ich von tiefem Dank erfüllt für dieses Erlebnis. Ein großer Regisseur, dieser Ulrich Schamoni. Er hat sich gefilmt, sich und sein Leben, bis zum Schluß. Der Film handelt von einer Zeitspanne von ungefähr eineinhalb Jahren bis ein paar Tage vor seinem Tod und spielt im Haus, aber vor allem im Garten seines Hauses im Grunewald. Und es sind wohl an die 170 Stunden Filmmaterial geworden, die nach seinem Tod 1998 von seiner Tochter zu Spielfilmlänge geschnitten wurden. Anscheinend lief der Film 2012 in den Kinos, da habe ich ihn leider verpasst, bin aber froh und dankbar, daß ich ihn nun auf 3Sat sehen konnte.

Ja, selbstverständlich ist dieser Film eine Geschichte der Vergänglichkeit, einer geht durch sein Reich, zeigt Bilder aus dem Mikrokosmos seines Gartens, zeigt das Leben in seiner Fülle und wie es sich lebt und wieder vergeht und erzählt aus dem eigenen aktuellen Menschenleben, wie er mit seiner Krankheit umgeht und was er gerade so denkt und erforscht und was ihn brennend interessiert. Ein Dokument über vergehende Zeit.

Das, was mich bis in die Grundfesten berührt, ist die Art und Weise, wie er durch sein Leben geht, wie er es filmt. Ohne jegliches Pathos nämlich, ohne Sentimentalität, mit diesem überwältigendem Humor, der ja nur dort wahrhaftig gedeihen kann, wo auch der Tod daneben sitzt und auch zu schmunzeln beginnt, ja, dieser Humor…den kenne ich, den hatte meine Mutter auch bis zuletzt.

Das Erschütternste und Wunderbarste, das, was weinen läßt und glücklich macht, das ist diese große Liebe, die aus den glänzenden, staunenden Kinderaugen dieses totkranken Gesichts von Ulrich Schamoni herausstrahlt…ein inneres Leuchten, eine Liebe zu allem, einfach zu allem, was ist. Haben Sie Dank, sehr verehrter Ulrich Schamoni für diesen liebenden Blick, er ist angekommen und in mein Herz geflossen. Mögen die Engel Sie auf Händen tragen für immer und alle Zeit.

Der Film „Abschied von den Fröschen“ ist in der Mediathek von 3Sat noch für ein paar Tage zu sehen.

 

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Aquarius…

Steinbock hat alles in Ordnung gebracht, hat die Vorräte aussortiert und nur das Wesentliche behalten, um das Überleben in dieser kargen Jahreszeit zu sichern, bevor der wilde Wassermann mit seinen verrückten Ideen die Regentschaft übernimmt, denn der hat bestimmt keine Zeit, sich um so banale Vorratshaltung zu kümmern.

Das neue Licht, zur Wintersonnwend geboren, wurde von Steinbock geprüft und hat standgehalten, um dann im Wassermann zum zündenden Funken, zum Gedankenblitz zu werden.

Der Wassermann, ein fixes Luftzeichen, war als Wasserträger hinauf bis in die schwindelnden Höhen des Olymps tätig, er brachte den Göttern das Wasser. Ein besonderes Wasser: das Wasser des Lebens! Und – wie ich meine, auch das Wasser der Erkenntnis! Und das kam wahrscheinlich nicht von ungefähr, denn die Götter bedurften seiner, nicht auszudenken, was ohne den Wassermann aus ihnen geworden wäre!

Also, keiner hätte sich das getraut, soweit hinauf zu steigen, das geht nur mit einem absolut freien Geist und nur, wenn einer sich traut, gänzlich über sich selbst hinaus zu wachsen, Materie und Grenzen hinter sich lassend!

Wassermann sagt uns:

Ich möchte Grenzen überbrücken,

ich tanze gerne aus der Reihe, trotzdem verbinde ich mich mit Euch allen, kommt, laßt uns gemeinsam eine Neue Welt erschaffen, wir gründen Netzwerke,

laßt uns für Freiheit kämpfen, und für Humanität,

ich stehe über den Dingen, bin meiner Zeit weit voraus,

Kommt mit mir! Einer für Alle, Alle für Einen!

 

In kalter, klarer Luft stehe ich schon wieder auf der Schwelle, zu Erdschwere verurteilt, da  trifft mich wie ein Lichtblitz die Erkenntnis, lauter falsche Lebensentscheidungen getroffen zu haben, nichts mehr ist rückgängig zu machen, mit Überschallgeschwindigkeit rase ich durch die verbliebene Lebenszeit, bald werde ich verglüht sein und als Staub herumliegen bis ein Wind kommt…

Wilder Wassermann, was rätst Du mir?

„Eine Närrin mußt Du sein, denn nur so rettet man sich und die Welt – indem man sie zum Narren hält!

Komm, Närrin, zieh Dein Federkleid an und flieg mit zur Insel, denn da bauen sie grad an Luftschlössern, es müssen noch viel mehr werden, da kannst du endlich was Sinnvolles tun, schnell, beeil dich, wir dürfen keine Zeit verlieren !“ Ja, das leuchtet mir ein, was gäbe es Wichtigeres zu tun…

 

 

 

Kutz-kutz

In den fiebrigen Nächten, in denen ich mit verstopfter Nase und schmerzhaftem Kutz-kutz wachliege, lese ich mich an einem Ort ein, auf den gottlob Tikerscherk aufmerksam machte: Stattkatze… ein rarer, zauberhafter Ort der Poesie, von einer (?) die schreiben kann! Ich glaube, das da eine schreibt, weil sie sonst nicht existiert. Ohne Likes, ohne Kommentare, unaufgeregt und leise.

Ein weißer Ort, von Krähen beflügelt, diese wundersamen, hochintelligenten Geschöpfe!

Mancherorts wird mit schrecklichen , grausamen Methoden versucht, sie zu vertreiben, weil sie Krach und Dreck machen, angeblich! Komisch, soweit sind wir jetzt schon, daß man Krähen ausrotten will, weil sie krächzen, Autos sind ja leise und sauber, nicht wahr  und jetzt kriegen ja plötzlich auch die Störche und die Wildvögel Schuld an Grippeepidemien zugeteilt…in verschiedenen Zoos sind schon Störche getötet worden, daß vielleicht auch Menschen mit ihrer Massentierhaltung  da mitgestalten, da wird anscheinend nicht viel nachgedacht darüber, irgendwie ist alles schon zum Verzweifeln!

Die Schreiberin der Stattkatze sagt so in etwa: wenn man wissen will, was wirklich ist, dann muß man es um vier Uhr in der Früh betrachten, da ist alles am Schonungslosesten, ja, da hat sie Recht!

Um diese Zeit gehen im alten Haus die Ahninnen herum, ich höre das Geräusch, das die schweren Leinengewänder machen beim Gehen, treppauf, treppab, das Blut von den Geburten noch kaum getrocknet an den Schenkeln, da werden Eimer geschleppt zum Waschen der Verstorbenen…treppauf, treppab, Suppe hinauf zu den Alten, angespuckt wieder hinunter, manch eine war nicht erwünscht…Kindergeschrei…früher waren die Kinder unglücklicher als heute, heißt es immer…es tat immer was weh, die Nahrung machte Bauchweh usw.

Schneeflocken fallen, mein Kopf ist so trübe wie das Wetter. Draussen ließ sich vor ein paar Tagen auf der Wiese oberhalb des Hauses ein großer Schwarm zeternder und krächzender Krähen nieder, sie staksten herum in ihren glänzenden schwarzen Federkleidern und machten einen Mordsremmidemmi und so plötzlich, wie sie gekommen waren, verschwanden sie wieder, der graue Januarhimmel hat sie sofort verschluckt.

Schlankeltage…

Heute ist die sechste Rauhnacht. In der Zeit dieser heiligen Zaubernächte haben schon die Altvorderen Vorkehrungen getroffen zur Abwehr der Dämonen, die um diese Zeit angeblich Haus und Hof, Mensch und Getier besonders bedrohen. Warum grad um diese Zeit , in diesen „Schlankeltagen“, wo alles ein wenig baumelt, „schlankelt“, nichts mehr austariert scheint zwischen Leben und Tod, ja, der Tod schlankelt mit, er lächelt freundlich, wie auch das Leben und alles dazwischen…also die Geschicke und die Räume für das Neue Jahr noch nicht zugeteilt wurden? Es ist mir ein Rätsel, warum in den Rauhnächten so eine Art Brennglas auf das, was wir „unser Leben“ nennen, gerichtet zu sein scheint, oder ist es ein überirdisches Vergrößerungsglas? Der Schmerz tut mehr weh, die Sehnsucht sehnt mehr, die Verluste brennen größere schwarze Löcher, auch längst abgelegte Sorgen sorgen sich wieder heftig, der Schlaf wird unruhiger, schwer wiegen Alter und Verfall der Körperlichkeit  und die verpassten Chancen verpassen sich erneut in den Nächten, in denen die Angst durchs Haus schleicht.

Und gleichzeitig passiert es, daß ich aus dem Stapel der Weihnachtswunschbücher „Alles hat seine Zeit“ von Karl Ove Knausgard herausziehe und mir sofort am Anfang ein Satz entgegenspringt, in dem steht, daß die Engel wahrscheinlich nur deshalb nicht in der Schöpfungsgeschichte vorkommen, weil sie schon vorher da waren! Während ich dem nachsinne, schwebt plötzlich von irgendwoher nach irgendwohin ein kleines weißes Federl durch den Raum. Und vor Glück fange ich an, zu weinen.

Und als Pagophila mir rät, der Kleinen „Lichtgestalt“ auf den Fersen zu bleiben, da seh ich sie wieder, als wäre es gestern gewesen, hier in diesem alten Haus in der Kammer über der Küche…ich muß ganz klein gewesen sein, ein paar Jahre alt, also nahezu vor 60 Jahren…da hatten wir Besuch, der über Nacht blieb, die zwei Kinder schliefen bei mir im Zimmer und da, mitten in der Nacht wachte ich auf, weil es plötzlich so hell war, so anders hell, es brannte kein Licht und da sah ich sie:  eine Gestalt aus weißem Licht beugte sich über eins der Betten und sah auf das Kind hinab…mehr weiß ich nicht. Niemand hat es je geglaubt, nur ich weiß, daß ich es gesehen habe. Ich kann es mir nicht erklären, es war einfach so und es machte mir keine Angst, obwohl ich ein sehr ängstliches Kind war.

Ja, das Projekt E. wird fortgesetzt, grade in diesen Zaubernächten will ich vermehrt horchen, nach außen und nach innen.

Ich bekomme den Hinweis, daß meine Mutter, die so außer Rand und Band war, daß ich mich 15 Jahre mit ihr quälen musste, eine Schwanenjungfrau war in Wirklichkeit und nicht hierher gehörte. Das würde nicht nur ihr plötzliches, tödliches Verschwinden erklären… ich muß dieses Märchen suchen…

Es schneit und schneit, wilde Stürme brausen ums Haus, es rüttelt und schüttelt sich das alte Gebälk.

Die uralte, wilde, ungestüme Frau Percht in ihrer Wintergestalt ist aus den Bergen, dort wo sie im Sommer wohnt, herabgestiegen und hat ihr wildes Heer um sich versammelt, sie jagen mit dem Sturmwind übers Land, hinter ihnen bauschen sich die Schneewolken. In ihrem Rucksack holt sie die Seelen der Verstorbenen ab und teilt neue zu. Sie nimmt und gibt, ist grausam und zart, alles gleichzeitig, Tod und Leben, gleichzeitig…immer…

Innerer Kreis

Irgendwer hat gesagt: “ Die Vergangenheit ist nicht weg, sie ist nicht mal vergangen“. Manchmal ahne ich, daß die Zeit nichts ist, was vorwärts stürmt, sondern eher so was wie eine flächige Ausdehnung, kann es nicht erklären, nicht mal mir selber, aber manchmal weiß ich es einfach, daß alles gleichzeitig existiert. Weit hinabgestiegen diesmal, zur dunklen Schwester, an Sonnwend mit ein paar Freundinnen versucht, das neugeborene Licht zu finden, dort unten, im Großen Unten. Mit dem neugeborenen Licht und dem Wissen der Nacht wieder heraufsteigen und feiern. Während wir im kleinen Wäldchen stehen fällt mir plötzlich wieder ein, daß hier mal ein Ast war, mit einem Band umwickelt. Ein blau-weiß gemustertes Schürzenband, abgerissen bei dem vergeblichen Versuch meiner Mutter, sich aufzuhängen. Lange nach ihrem Tod hing es noch da, der alte Schmerz steigt auf in mir, wie oft bin ich weinend hierhergekommen, früher, vor 45 Jahren. Laut habe ich es in den Wald hineingeschrieen das Elend dieses Kindes, das nicht verstand, warum die Mutter, die doch so lachen konnte, sich zu Tode soff und vorher das Kind verflucht hatte, weil es die Flaschen zerbrach, um den Tod abzuwenden, um zu retten, was nicht mehr zu retten war. Eines Tages war das Schürzenband brüchig geworden und abgefallen.

Das Wissen der Nacht, sollte es das sein, anzunehmen, was unabänderlich scheint, weil alles dazugehört?

Später, beim Singen offenbahrt sich, daß die unteren Stimmen das Fundament legen für die hohe voranstürmende junge Lebensstimme. Die Magie ist in der dritten Stimme, die von unten kommt.

Erfahre vom  erneuten Ausbrechen der gefürchteten familiären Krankheitsneigung. Einen, den ich sehr mag, mit dem ich nicht nur „das gleiche Blut“ teile, sondern mit dem ich mich sowohl im Geist wie auch im Herzen verwandt fühle, hat es erwischt. Die Jäger sagen, ein Reh wird „aufgebrochen“, ja, so könnte man das hier auch beschreiben. Er wurde aufgebrochen und ausgeweidet und wieder zugenäht und muß mühsam lernen, den verbliebenen Rest als sein Menschsein anzuerkennen und weiter zu leben.

In der Stube sitze ich mit Gästen und sage, daß diejenigen, die eine schlimme Diagnose haben, um unsere Sterblichkeit wissen, alle anderen schieben die Tatsache weit von sich, dabei sitzt doch der Tod eh immer dabei, vielleicht sollten wir uns mit ihm anfreunden,  und ich deute auf einen leeren Stuhl. Später, als alle Gäste gegangen sind, sitzt der Tod immer noch da und lächelt mich an.

Warum das nur immer so ein Thema ist, diese Sterberei, sage ich, jetzt taste ich mich aus der Unterwelt mühsam herauf und weiß wieder nicht viel mehr und habe die gleiche Angst wie immer. Mein Körper wird schwerfälliger und schmerzhafter. Also, sagt der Tod, ich weiß es auch beim besten Willen nicht, was ihr meint, wenn ihr vom „Sterben“ redet! Ich kann nur immer wieder sagen, daß ich gerne auf warmen Steinen sitze und mich sehr gerne verwandle, schau! Und tatsächlich, da fliegt ein kleiner Vogel zum Fenster, ich mache es auf und weg ist er.

Ein seltsamer Traum verfolgt mich seit Tagen: ich gehe hinter jemand her, es scheint ein Kind zu sein, ein Mädchen, ich sehe nur ein wehendes Kleid und die Fußsohlen, trägt es Sandalen? Ich kann es nicht erkennen. Ich gehe hinter Füssen her, die vorwärts schreiten, Schritt für Schritt für Schritt, zielstrebig immer weiter…Ich habe Mühe, hinterher zu kommen…wohin rennen wir? Der Wind weht meine Fragen weg, ich höre Kinderlachen und rieche das Meer, sehen tu ich nichts außer diese Füsse…wir gehen auf Holzplanken und irgendwas rollt…da sehe ich es, das Kind läuft einer Blauen Kugel nach…am Ende des Stegs bleibt die Kugel stehen, direkt vorne an der Kante…das gibt es doch gar nicht! Niemand ist da, das Kind aber plaudert und lacht und als ich näher hingehe, läuft es weg. Allein stehe ich da, lehne mich ans Geländer und sehe hinaus aufs Meer. Dann passiert dieses Wunder: am Horizont erscheint ein leuchtend türkisfarbener Streifen…ist es Himmel, ist es Meer, ist es alles?

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Projekt: ENGEL

Als jemand vom Fernsehen in einem Kindergarten nach dem Aussehen der Engel fragte, sagte eines der Kinder mit der Weisheit eines vierjährigen, lispelnd und sehr ernst:

„Engel kann man nicht sehen, die muß man spüren!“

Ja, dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, oder? Und deshalb möchte ich ab jetzt die „Spürung“ versuchen, die Spur aufnehmen, sozusagen…wohin und wonach…es wird sich zeigen…

Weihnachten hat ausgedient, scheint mir, längst, wenigstens so, wie es hier in diesem reichen Land praktiziert wird. Wir rasen dem 24. Dezember entgegen, egal ob wir so viel Konsum anhäufen, bis wir es nicht mehr ertragen können oder komplett verweigern, ganz egal, wie viel oder wie wenig wir gestalten: hinter den Aktionen breitet sich die Leere aus. Schwer auszuhalten, nicht wahr?

Ob ich denn an Engel glaube? Was für eine Frage, was heißt schon „glauben“? Ich wünsche es mir, daß es sie gibt und ich halte alles, aber auch wirklich alles, für möglich, immer und überall!

Die alte Graugans hat beschlossen, nach ihrer „höheren Oktave“ zu suchen.

Also werde ich Augen und Ohren offenhalten und nach allen Richtungen spähen, wer weiß, vielleicht bin ich ja nicht die Einzige mit der Sehnsucht, daß es im Leben mehr als alles geben muß?

Denn, könnte Advent nicht auch bedeuten: Bereit sein für Wunder?