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„Kein Pfad führt zurück“

Eine sehr merkwürdige Geschichte passiert mir gerade parallel zur Lektüre eines so wunderbaren Buches, ich bin beunruhigt und weiß überhaupt nicht, was ich davon halten soll! Nachdem ich letztes Jahr im BR einen Film von Maria Blumencron gesehen habe über ihre tibetischen Patenkinder , habe ich nun das Buch „Kein Pfad führt zurück“ gelesen. Maria Blumencron schreibt abwechselnd mit ihrer Patentochter Chime Yangzom über das Leben nach der Flucht aus Tibet. Ein wunderbares Buch, voller Poesie und Liebe mit eingefügten Nachrichten über die Realität in Tibet, zumindest bis 2011. Ich bin taumelnd vor Glück aus diesem Buch (wie auch schon aus dem Film!) aufgetaucht! Glücklich darüber, daß noch nicht alles zu spät sei auf dieser Welt, wie ich an dunklen Tagen manchmal befürchtet hatte. So eine starke, mutige Frau, deren Augen sogar auf dem Buch- cover glitzern, die vielleicht ein bisserl chaotisch ist, aber was soll´s? Das verbindet mich grad noch mehr mit ihr, ich möcht sie gern treffen, sie fragen, was ich tun kann in ihrem Verein „Shelter 108.e.V.“ usw.usw. naja, es ist mir schon klar, daß Geschichten, die man im Buch erzählt eine eigene Dynamik bekommen, sogar wenn´s die eigenen sind, die man erzählt, aber was ich da jetzt im Netz gelesen habe, daß nämlich von mehreren Leuten behauptet wird, Maria Blumencron hätte buchstäblich alles erstunken und erlogen, um Geld zu kriegen für wen oder was ist nicht ganz klar, also da kann ich mir grad nichts mehr vorstellen!

Ein Psychologe, ein gewisser Colin Goldner behauptet das unter anderen und legt ganz klar seine Thesen offen, es hört sich alles leider schon sehr plausibel an, was ist davon zu halten? Er hat unter anderem Material zur Entlarvung von diversen Psycho-und Esoszenen auch ein sehr kritisches Buch über Dalai Lama geschrieben. Der Verlag „Alibri“ hat sich da auch noch dazu geschaltet und möchte da wohl ein kritisches Organ bilden als Gegengewicht zur vermeintlichen romantisierenden westlichen Tibetliebe…man könnt es auch so interpretieren: „Leut, glaubt´s doch nicht immer alles, was Euch da so erzählt wird, meist gehts eh nur ums Abkassieren! Ja, da ist durchaus was dran, der Meinung bin ich auch und die Vorträge von diesem Colin Goldner auf Youtube erscheinen seriös! Ich bin grad sehr verwirrt, weiß nicht, ob ich meinem absolut guten Gefühl Maria Blumencron gegenüber schon wieder mal nicht trauen kann…werde da aber noch nicht so schnell aufgeben und auch diesen anderen Anfeindungen nicht einfach so glauben, muß mit allen möglichen Menschen darüber sprechen. Vorerst kann ich aber dieses Buch unbedingt empfehlen, denn es ist sehr gut geschrieben und ob die Kinder nun über 2000 oder 4000 Meter marschiert sind, ist nicht so bedeutend, ausschlaggebend ist, daß sie existieren und ganz sicher weiß ich, daß wir unsere Liebe nicht verschwenden, wenn wir sie ihnen schenken, denn die geht auch hinaus in das große Universum und tut, was Liebe tut: sie liebt!