wish

Aus dem „Mond der reifenden Beeren“ ist längst eine Sichel geworden, das Rad dreht sich weiter, nach dem 63. Geburtstag kommt das 64. Lebensjahr. Nichts bleibt, gar nichts, alles vergeht und ändert ständig seine Gestalt. Der Körper wird weiter verfallen, um sich irgendwann abzustreifen und davonzufliegen. Wilde Kräfte sind am Werk, der Feuerdrache bläst heisse Wüstenluft über das Land, das schon nach Herbst riecht. Aber „noch“ ist Sommer. „Noch“, nicht mehr abzuschütteln wie „Seniorin“ und so manche andere Gemeinheit. Wenn schon, dann müsste es „DENNOCH“ heißen! Dennoch tanzen, dennoch schreien, singen, jauchzen, spinnen, in den Wald laufen, die Dinge verwandeln, Freude in die Augen der Menschen zaubern, aufregen, trommeln und nicht aufgeben, weiterhin Didgeridoo zu lernen, grad extra! Ja, und „Schreiben als Dennoch“, wie es der versteckte Poet formuliert hat, der leider noch immer verstummt ist, ich vermisse ihn!
Und dennoch die Musik laut aufdrehen und einen dieser wilden jungen Männer mit den alten Gesichtern singen lassen.
Es gibt junge, wilde Männer mit jungen Gesichtern, die wunderbare Musik machen, in der ist die wilde, ungestüme Kraft des Aufbruchs, alles beginnt neu und sie stürzen sich in das Leben, das vor ihnen liegt, alles wird sich erst formen, alles ist noch möglich… lieben tu ich die jungen Männer mit den alten Gesichtern, denen man das Leben ansieht, das sie gelebt haben, und in deren Musik alles ist, was ein Mensch erleben kann, die ganzen Freuden, aber auch die Einsamkeiten und all die Schwere der Existenz. Alles, alles und dennoch!
Bei einem dieser alten, jungen Männer geschieht dieses Wunder, das nicht zu erklären ist, ein Phänomen, das ich nur Liebe nennen kann in Ermangelung jeglicher Begrifflichkeit, einer der so Musik macht, muß ein übervolles Herz haben!
David Gilmour rettet mir förmlich das Leben, sobald er den ersten Ton spielt!

Ich möchte dieses Erlebnis gern mit Euch teilen als Dank für die lieben Worte und Wünsche und was noch so alles daherkam, um mich trotz Melancholie in mein neues Lebensjahr hinüber zu schubsen, hab mich sehr gefreut darüber und überhaupt freue ich mich immer sehr über alles, was Ihr hier hinterlasst, auch über die bunten Bildchen, jeder Klick erscheint mir wie ein Lichtzeichen aus fernen Galaxien, herzlichen Dank an alle und Eure wertschätzende Beachtung!

Und nun Bühne frei für den großen Zauberer!

19 Gedanken zu „wish

  1. hallohallo liebe graugans hier blitzen spätnachtige morsezeichen auf an dich,
    gesendet von einer oberbayrischen galaxie mit guten wünschen und sommerkraftenergieschwingungen auf den flügeln lichter träume …

    1. Wie wunderbar, da morsen wir ja sozusagen in der gleichen Galaxie! Herzlichen Dank, schön zu wissen, daß da noch eine um zwei Uhr bei der Nacht herumgeistert! Liebe Grüsse!

  2. Alles Liebe für dich!
    Meine neue Drehung eines Lebensjahres hat Mitte Juli begonnen –
    und es bleibt weiterhin heiß und bewegend.
    Alpha und Omega – Uta

    1. Herzlichen Glückwunsch nachträglich, kann Deine Krebsenergie gut spüren in Deinen wunderbaren Bildern, bin auch nah dran am 24.Juli! Alpha und Omega – ja, gut, wir drehen und bewegen, ja, gerne, mit ganz lieben Grüssen, Margarete

    1. Das freut mich sehr, daß ich es an Dich weiterreichen konnte, ich war auch mal sehr froh darüber, als ich es beim versteckten Poeten gefunden hatte! Sei von Herzen gegrüßt!

  3. ich denke bei „noch“ und „dennoch an das wunderbare Buch von Wilhelm Schmidt – Gelassenheit im Alter- da spielen diese beiden Worte auch eine Rolle – sehr empfehlenswert, falls du es noch nicht kennst …

    und meine besten Wünsche für dich von mir für das neue Lebensjahr, mit vielen Dennochs, Tanz und Musik, Freude und Melancholie …
    herzlichst Ulli

    1. Vielen Dank liebe Ulli für die guten Wünsche und den Buchtipp! Und was die „Dennochs“ anbelangt, die müssen wir uns täglich neu erobern! Liebe Grüsse

  4. Schon ein Jahr vorbei? Ich erinnere mich noch genau, wie Du letztens so schön über den Mond der reifenden Beeren schriebst…

    Eines meiner Lieblingswörter ist übrigens nichtsdestoweniger. In diesem Sinne wünsche ich Dir von ganzem Herzen alles, alles Liebe und Gute!

    1. Ach ja, liebe Pagophila, das „letztens“ war, als Du vor einem Jahr frische Himbeeren gekauft hast und mich gefragt hast, ob das mit dem „Mond der reifenden Beeren“ wohl indianisch sei! Is das schön, daß Du Dich auch dran erinnerst! So schnell schießen wir durch die Zeit…Das „Nichtsdestoweniger“ nehme ich sehr gerne entgegen, das gefällt mir, es hört sich so nach unbedingt an, ich werd es auch einbauen! Viele liebe Grüsse

  5. jööööö….. bei dem song bekomme ich gänsehaut liebe graugans 🙂
    vielleicht kann ich ja unbekannterweise und viel viel viel zu spät dennoch einen herzlichen geburtstagsgruß hinterlassen (und werde dem herzensmann erzählen, dass sie didgeridoo lernen…. das wird ihn freuen, denn er spielt auch seit drei jahren leidenschaftlich)

    1. Das ist ja wunderbar, daß bei ihm die Leidenschaft solang schon anhält, bei mir gehts leider sehr zäh, nur langsam entsteht wohl endlich sowas wie ein eigener Ton, wie hat´s denn dein Herzensmann gelernt, hat er einen Kurs gemacht oder allein nach CD. Die Geschichte mit dieser „Zirkuläratmung“ is ja nochmal so eine eigene Herausforderung, aber ich gebe noch nicht auf, obwohl ich gehört habe, daß es in Australien den Frauen angeblich verboten ist und dann so eine alte wie ich, aber nein, noch geb ich nicht auf…ich glaub auch, daß das Entspannen bei der Sache das Allerwichtigste ist, das muß ich eigentlich üben…Herzlichen Dank für Deinen Besuch hier und die Wünsche kann ich sehr gut gebrauchen! Liebe Grüsse

      1. nun…. die ersten töne hat er eigentlich sofort herausbekommen. vieles lernte er über utubes und in bielefeld gibt es eine didgeridoo gruppe. dort lernte er schnell und die zirkuläratmung ging ebenfalls recht schnell. aus der gruppe weiss ich aber, dass manche damit lange herumüben und plötzlich geht es dann. ein paar einzelstunden bei einem sehr guten spieler waren auch hilfreich. und es ist halt einfach sein instrument und übrigens gibt es jährlich im sommer ein australien-wochenende bei freiburg (daten kann ich gerne mal schicken) mit vielen workshops.
        was das spiel der frauen angeht…. herrje…. da würde ich mich grundentspannen. die australier nutzen das didgeridoo ja anders und wir haben nicht ihre kultur. für uns ist es ein meditatives instrument oder vor allem ein percussion instrument.
        der herzensmann hat sein erstes didgeridoo gerade selbst gebaut und es weiß angemalt. auch da gab es dann wieder diskussionen, ob man das dürfe. ich denke, es geht um das instrument und manchmal um den kult, die kultur. die orgel in der kirche wird mit kirchenliedern gespielt. hat man die orgel zu hause…. siehts ganz anders aus 🙂

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