Sand…

 

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Ein Mann am Sand, alleinstehend.

Als er den im Bild nicht mehr ertrug, hat er ihn herausgeschossen.

Aber das geht uns nichts an.

Er geht uns nichts an.

Eigentlich war er Illustrator, das brachte ihm nichts.

Er fing an zu schreiben und konnte es sofort.

Jetzt kommt im Nachtrag noch was Neues von ihm hinzu, ein Fragment, ihm abgerungen, da er keine Fragmente hinterlassen wollte.

„Bilder deiner großen Liebe“, wir werden es lesen müssen, ein wenig traurig und schaudernd, denn es geht uns was an.

Uns, die wir am Sand stehn und noch im Bild sind.

 

in Memoriam Wolfgang Herrndorf

 

 

5 Gedanken zu „Sand…

  1. Ich glaube er hat geschossen, weil er dem, der im Bild war in nichts mehr glich, aber das tut vielleicht nicht so viel zur Sache. Wichtig sind die Dinge, die uns angehen und die anderen, die uns nichts angehen. Und auf welche Weise man sich darüber Gedanken machen kann, die auch andere erreichen.

      1. Ich glaube, er hat das, was er mitteilen wollte, geschrieben und wir werden genau das beim Lesen erfahren, was nicht mit ihm, sondern mit uns zu tun hat. Im Übrigen glaube ich, daß ein Mensch, der schreibt, dies tut, um in erster Linie über sich selbst was zu erfahren und genauso ist es mit uns Lesenden, wir erfahren dann auch was über uns selbst, auch wenn es nicht leicht auszuhalten ist. Gruß!

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